Auch in Zeiten von immer schneller und günstiger werdenden SSDs, sind die konventionellen Festplatten aus vielen Einsatzbereichen noch immer nicht wegzudenken. Ihre maximale Kapazität ist denen der SSDs klar überlegen, auch wenn bei Geschwindigkeit und Leistungsaufnahme das andere Lager deutlich die Nase vorne hat – als preisgünstiges Medium für Massenspeicher ist die HDD also immer noch die erste Wahl. Fortschritte im Bereich der Aufzeichnungstechnologien (CMR/PMR, MAMR, SMR) haben in den vergangenen Jahren zu immer höheren Speicherkapazitäten geführt. Modelle mit 20 oder sogar 22 TB sind dabei von den bekannten Herstellern für verschiedene Applikationen verfügbar.
Nachdem wir zuletzt fünf Festplatten mit 20 oder 22 TB im Test hatten, möchten wir uns heute noch verschiedene RAID-Konfigurationen ansehen. Dabei kommen insgesamt vier HDDs mit jeweils 20 TB zum Einsatz und formen je nach RAID-Level verschiedene Gesamtkapazitäten und Geschwindigkeiten. Wir wünschen Ihnen wie immer viel Spaß beim Lesen des Artikels!
Auch an dieser Stelle nochmals eine kurze Erläuterung zum Problem mit Giga- und Gibibyte: Die umgangssprachliche Bedeutung und auch die Angabe der Windows-Betriebssysteme von Gigabyte, entspricht der eigentlichen Bezeichnung Gibibyte, da hier als Umrechnungsfaktor eine, aus der Binärsprache stammende, Zweierpotenz zu Grunde liegt. Diese Umrechnung ist streng genommen aber falsch, da die Bezeichnungen Kilo, Mega, Giga und so weiter, laut dem Internationalen Einheitensystem, auch kurz SI (Système international dunités), als Zehnerpotenzen festgelegt wurden. Somit entspricht eben ein Gigabyte nicht 2^30 Byte, sondern in Wirklichkeit 10^9 Byte; somit werden aus 100 GB eben 95,37 GiB. Größenangaben von zum Beispiel 4,7 GB von DVD-Rohlingen sind deswegen nicht falsch, unter Windows kann man zwar auf Grund jener Tatsache nur 4,37 GB beschreiben, allerdings insgeheim sind dies ja 4,7 GB, da ja hier eben jene Angabe der "falschen" Gigabyte-Größe vorgenommen wurde. Genauso sind die Angaben der Festplattenhersteller korrekte Werte und nicht, wie fälschlicherweise behauptet, Rechenfehler.
4 x 20 TB Festplatten in RAID getestet.
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