Insgesamt 16 Speicherchips vom Typ MLC (Multi-Level Cell) sind bei unserem 256 GB Testmuster gleichmäßig auf der Vorder- und der Rückseite des PCBs untergebracht. Die von Micron stammenden Chips tragen den Micron FBGA-Code NW645 (Typ: MT29F128G08CBCCBH6) und können jeweils bis zu 16 Gigabyte Daten fassen, was in Summe somit 256 Gigabyte Speicherkapazität ergibt und dem Kunden vollständig zur Verfügung steht. Flankiert wird der Marvell-Controller von einem 512 MB großen LPDDR2-DRAM-Cache, bei dem es sich um eine stromsparende Low-Power-Variante handelt. Das maximale Schreibvolumen gibt Crucial mit 72 TBW über einen Garantiezeitraum von drei Jahren an. Zum Vergleich: Die konkurrierende ARC 100 von OCZ wird vom Hersteller mit 21,9 TBW (Terabytes Written) für den gleichen Zeitraum angegeben.
Im Gegensatz zu den SandForce-Controllern, arbeitet der 88SS9187 ohne transparente Kompression der Rohdaten. Das heißt im Umkehrschluss, dass die Datenrate nicht durch den möglichen Grad der Kompression der vorliegenden Daten bestimmt wird. Diese Tatsache werden wir in unseren Benchmarks (AS SSD, Seite 5) noch einmal separat verdeutlichen.
TRIM gehört ebenso zum Repertoire der MX100 Familie. Der TRIM-Befehl ermöglicht es einem Betriebssystem der SSD mitzuteilen, dass gelöschte oder anderweitig freigewordene Blöcke nicht mehr benutzt werden. Im Normalfall vermerkt das Betriebssystem in den Verwaltungsstrukturen des Dateisystems, dass die entsprechenden Bereiche wieder für neue Daten zur Verfügung stehen; der Controller des Solid State-Laufwerks erhält diese Informationen in der Regel jedoch nicht. Durch den ATA-Befehl TRIM wird dem Laufwerk beim Löschen von Dateien mitgeteilt, dass es die davon betroffenen Blöcke als ungültig markieren kann, anstelle deren Daten weiter vorzuhalten. Die Inhalte werden nicht mehr weiter mitgeschrieben, wodurch die Schreibzugriffe auf das Laufwerk beschleunigt und zudem die Abnutzungseffekte verringert werden.
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