Die Idee der Beschleunigung von konventionellen magnetischen Speichern mittels schneller Flash-Speicher ist prinzipiell nicht neu. Schon vor ein paar Jahren gab es erste Bestrebungen und auch Produkte, die HDDs mit einem Flash-Cache kombiniert haben. Die Momentus XT, die entsprechende Speichermedien vereinte, gehörte zu den damals bekanntesten Ablegern im Bereich Laufwerke, konnte sich aber nicht wirklich durchsetzen. Auch Microsoft nahm sich diesem Thema an und integrierte in Windows Vista die ReadyBoost-Technologie, die USB-Sticks und Speicherkarten als zusätzlichen Festplatten-Cache in das System integrierte. Erst im letzten Jahr präsentierte Intel zusammen mit dem Z68-Chipsatz die Intel Smart Response Technology. Auch bei dieser Technik wird eine herkömmliche HDD mithilfe von Flash-Speicher beschleunigt. Im Gegensatz zu den bisherigen Ansätzen, konnte man jedoch eine handelsübliche mSATA-SSD verwenden und war nicht an ein Spezialmodul gebunden.
OCZ Technology ist im letzten Jahr ebenso auf den Hybrid-Zug aufgesprungen und hat mit der Synapse Cache Familie (Test) eine Möglichkeit zur nachträglichen Beschleunigung von bestehenden Systemen geschaffen. Möglich wird dies durch die intelligente Dataplex-Software, die besonders häufig verwendete Benutzerdaten auf der schnellen SSD puffert und Zugriffe dadurch merklich beschleunigt. Diese Idee hat man beim RevoDrive Hybrid noch weiter verfeinert und eine "all-in-one" Lösung auf den Markt gebracht: Das RevoDrive Hybrid kombiniert eine 1 TB HDD mit 100 GB SSD, verbaut auf einer PCI Express x4 Steckkarte – auch hier kommt Dataplex zum Einsatz. Wir haben uns das innovative OCZ-Laufwerk zu einem ausführlichen Praxistest eingeladen. Wir wünschen Ihnen wie immer viel Spaß beim Lesen der folgenden Seiten!
Zu guter Letzt wollen wir uns bei Hersteller OCZ Technology für die Bereitstellung des Musters bedanken.
Hinweis: Auch an dieser Stelle nochmals eine kurze Erläuterung zum Problem mit Giga- und Gibibyte: Die umgangssprachliche Bedeutung und auch die Angabe der Windows-Betriebssysteme von Gigabyte, entspricht der eigentlichen Bezeichnung Gibibyte, da hier als Umrechnungsfaktor eine, aus der Binärsprache stammende, Zweierpotenz zu Grunde liegt. Diese Umrechnung ist streng genommen aber falsch, da die Bezeichnungen Kilo, Mega, Giga und so weiter, laut dem Internationalen Einheitensystem, auch kurz SI (Système international dunités), als Zehnerpotenzen festgelegt wurden. Somit entspricht eben ein Gigabyte nicht 2^30 Byte, sondern in Wirklichkeit 10^9 Byte; somit werden aus 100 GB eben 95,37 GiB. Größenangaben von zum Beispiel 4,7 GB von DVD-Rohlingen sind deswegen nicht falsch, unter Windows kann man zwar auf Grund jener Tatsache nur 4,37 GB beschreiben, allerdings insgeheim sind dies ja 4,7 GB, da ja hier eben jene Angabe der "falschen" Gigabyte-Größe vorgenommen wurde. Genauso sind die Angaben der Festplattenhersteller korrekte Werte und nicht, wie fälschlicherweise behauptet, Rechenfehler.
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