| Displacement Mapping ist ein von Matrox entwickeltes Feature, das sich Microsoft bereits für seine neuste Version von DirectX hat lizenzieren lassen. Hardware Displacement Mapping ist ein leistungsstarkes neues Verfahren für die Darstellung und das Rendering komplexer 3D-Geometrie mit Hilfe einfacher Datendarstellung. Hardware Displacement Mapping kann sowohl auf statische Umgebungen (wie z.B. Terrain), als auch auf Objekte mit dynamischer Oberfläche (wie z.B. realistische 3D-Charaktere) angewandt werden. Der neue Radeon 9700 verwendet eine dynamische, tiefenanpassungsfähige Vertex-Tesselation und Mip-Mapped Vertex Texture Sampling, um das Basisgitternetz mit der Displacement Map in Echtzeit neu zu kombinieren. Das Ergebnis sind verblüffend realistisch gerenderte 3D-Szenen... |
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Genauer gesagt, kann man Hardware Displacement Mapping (HDM) als Modifikation der Geometrie bezeichnen. Es
ist vergleichbar mit ATI´s TruForm, welche ebenfalls durch Veränderungen an der Geometrie, mehr Realismus
erzeugen kann. Das Zauberwort bei HDM heist N-Patches, welches auch schon vom Radeon 8500 bzw. von TruForm
bekannt ist. Bereits seit einiger Zeit werden die sogenannten N-Patches von Radeon 9700 Entwickler ATI
genutzt. Möglich ist dies Ganze auch nur mittels Tesselation, was die Aufspaltung
der bisherigen Dreiecke in weitere bedeutet. Anschließend lässt sich darauf dann die Displacement Map
anwenden. Nach diesem Schritt lässt sich mit Hilfe von Bump-Mapping, Pixel-Shader oder anderen Effekten das
ganze noch verfeinern. So lässt sich eine nahezu perfekte und realistische Landschaft oder auch ein
3D Ojekt darstellen...
Wie man im Bild rechts sieht, wurde der Detail-Grad um einiges gesteigert. Dies ist allerdings nur in
Verbindung mit der bereits erwähnten N-Patch Tesselation möglich, da sonst das System nur mit dem Transfer von
Polygon-Daten und anderer Instruktionen ausgelastet wäre und die Performance doch deutlich ins Straucheln
kommen würde. Aber eben diese N-Patch Technik muss vom verwendeten Programm oder Spiel unterstützt werden,
wie es schon der Fall bei TruForm war. Für einige Anwendungen gab es einen Patch, um in den Genuss von
ATI´s Truform zu kommen. Wie kompatibel Hardware Displacement Mapping sein wird, werden wir abwarten müssen.
Eventuell wird der alleinige Einsatz von DirectX 9 die Kompatibilität sichern, was vorteilhaft wäre. Dies
kann man aber endgültig erst sagen, wenn das neue DirectX 9.0 auf den Markt genommen ist (Ende diesen Jahres)...
Wenn man sich aber nun die gerenderte Landschaft aus dem Beispiel-Bild rechts betrachtet, wird man sehr
schnell merken, dass wohl fast jeder Grafikchip deutlich überfordert wäre, wenn er die gesamte Schlucht
in hoher Auflösung rendern müsste. Genau an diesem Punkt kommt das sogenannte LOD-System (Level of Detail)
zum Einsatz. Eine sehr simple Technik, welche die Performance und die Bildqualität aufrecht erhalten kann.
Nur der vordere Bereich unserer Schlucht wird mit einer hohen Auflösung dargestellt. Je weiter "hinten" die
Pixel liegen, desto niedriger wird die Auflösung und deshalb wird auch die Performance nicht unter HDM leiden.
Eigentlich recht einfach, aber auch effektiv - LOD. Bisher wurde Displacement Mapping noch nicht offiziell
vorgeführt, da es bisher noch keine DirectX 9.0 Treiber gibt und wir wohl auch noch bis zum Release der neuen
Grafikschnittstellen Software von Microsoft warten werden müssen...
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