Nachdem wir die Gainward GeForce GTX 470 auf den zurückliegenden Seiten ausführlich beleuchtet haben, kommen wir nun zu einem abschließenden Fazit.
Leistungsmäßig konnte sich die GeForce GTX 470 von Gainward, die sich vollständig am Referenzdesign von Entwickler Nvidia orientiert, knapp hinter einer Radeon HD 5870 von Konkurrent AMD/ATi einordnen. Auch die etwas betagte Konkurrenz aus eigenem Hause, namentlich als GeForce GTX 295 bekannt, kann sich in Sachen 3D-Leistung vor der GTX 470 platzieren. Man wird sich nun verständlicherweise die Frage stellen, wofür der GF100-Grafikchip die circa 3 Milliarden 40 nm-Transistoren benötigt, wenn er leistungsmäßig hinter den bisherigen Modellen zurückbleibt. Die Antwort ist relativ einfach: Nvidia setzte bei der Entwicklung des GF100 den Fokus überwiegend auf Features und bildverbesserende Techniken anstelle von reiner Performance in der Berechnung von 3D-Anwendungen. Bestes Beispiel hierfür ist der enorme Sprung im Bereich Raytracing, auf den wir bereits im Laufe des Artikels eingegangen sind (siehe Seite 3). Features wie die Tessellation-Technologie, verbesserte PhysX-Performance und die vollständige Integration von DX11 sind weitere Punkte auf der langen Liste der Fermi-Neuerungen, für die Nvidia die Vielzahl an Transistoren benötigt.
Entsprechend ist die Leistungsaufnahme trotz des Shrinks von 55 auf 40 nm angestiegen und liegt im Idle-Betrieb bei etwa 176 Watt. Unter Volllast waren etwa 418 Watt für den Betrieb unseres gesamten Testsystems notwendig. Im Bereich Temperaturentwicklung liegt die Gainward-Platine mit 52° Celsius im Idle fast auf dem Niveau einer HD 5970 und gehört mit 91° Celsius unter Volllast ebenso zur Gruppe der "Hitzköpfe". Mit 48 bzw. knapp 59 dB(A) macht sich die Karte auch akustisch deutlich bemerkbar. Man darf bei diesen Werten also davon ausgehen, dass in absehbarer Zeit Modelle mit verbesserten Kühllösungen auf den Markt kommen werden. Alternative Luftkühler und Kühlkörper für Wasserkühlungen sind bereits erhältlich.
Preislich liegt die Gainward GeForce GTX 470 bei 325 Euro (Quelle: Geizhals.at, Stand: 05/2010) und ist damit etwa 30-40 Euro günstiger als eine vergleichbare Radeon HD 5870. Der Lieferumfang der Karte kann sich sehen lassen und beinhaltet alle wichtigen Komponenten sowie ein paar nette Zugaben (HDMI-Kabel, Coupon etc.). In einem unserer nächsten Artikel zum Thema Grafikkarten, werden wir uns unter anderem eine aufpolierte GeForce GTX 470 von edel-grafikkarten.de genauer ansehen.
| Performancerating | |
| Sapphire Radeon HD 5870 CF | 100,0 |
| Leadtek Winfast GTX 275 3-Way SLI | 100,0 |
| Sapphire Radeon HD 5970 OC Edition, 2x 1 GB GDDR5 | 94,1 |
| Sapphire Radeon HD 5850 CF | 93,5 |
| Leadtek WinFast GTX 275 SLI | 84,2 |
| edel-grafikkarten HD 5870 Premium Edition | 79,8 |
| ZOTAC GeForce GTX 295, 2x 896 MB GDDR3 | 79,5 |
| Sapphire Radeon HD 5870, 1 GB GDDR5 | 77,2 |
| Gainward GeForce GTX 470, 1280 MB GDDR5 | 75,8 |
| edel-grafikkarten HD 5850 Premium Edition | 69,7 |
| Sapphire Radeon HD 5850, 1 GB GDDR5 | 65,2 |
| ZOTAC GeForce GTX 285 AMP! Edition, 1 GB GDDR3 | 63,8 |
| Leadtek WinFast GTX 275, 896 MB GDDR3 | 57,7 |
| Angaben in Prozent (mehr ist besser) | |
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